Praxis · DACH · 7 Min. Lesezeit

Stundenkonto aufbauen — Anleitung für KMU

Ein gut geführtes Stundenkonto ist die Basis fairer Schichtarbeit — und gleichzeitig die Pflichtdokumentation nach BAG-Urteil 2022 und §26 AZG. So bauen Sie ein Stundenkonto auf, das mit dem Wachstum mitwächst.

Was gehört aufs Stundenkonto?

Geleistete Arbeitszeit, Mehrarbeit, Überstunden, Urlaubs- und Krankheitstage, Feiertage. Wichtig: nur Brutto-Stunden — die Auszahlung passiert über die Lohnverrechnung.

Plus- und Minus-Stunden

Plus-Stunden über der vereinbarten Arbeitszeit entstehen bei Mehrarbeit. Minus-Stunden bei Unterbeschäftigung. Das Stundenkonto sollte einen klar definierten Korridor haben (z. B. ±40 Stunden), darüber hinaus muss ausgeglichen werden.

Übertragsregelung

Am Jahresende: was passiert mit Plus-/Minus-Stunden? Üblich ist ein Übertrag, dann Auszahlung bei dauerhafter Überschreitung. Verfall ist nur eingeschränkt zulässig — siehe BAG/EuGH zur Urlaubsverfallspflicht.

Automatisierung mit DienstplanPro

DienstplanPro zählt aus den geplanten Schichten automatisch die Wochen- und Monatsstunden pro Mitarbeiter. Vergleich mit dem Soll-Pensum: Plus/Minus auf einen Klick.

Audit-Sicherheit

Das Stundenkonto muss bei Lohnsteuerprüfung und Arbeitsinspektion vorgelegt werden können. Revisionssichere Speicherung mit dokumentierter Schicht-Historie ist Pflicht — DienstplanPro erfüllt das.

Häufige Fragen

Brauche ich für jeden Mitarbeiter ein Stundenkonto?

Ja, seit BAG-Urteil 2022 für Deutschland und seit §26 AZG in Österreich für alle Beschäftigten — auch Vollzeit.

Wie hoch darf der Plus-Stunden-Saldo werden?

Branchenspezifisch über KV oder Arbeitsvertrag geregelt. Üblich sind ±40-60 Stunden, danach Auszahlung oder Ausgleich.

Wie lange muss ich das Stundenkonto aufbewahren?

In Österreich und Deutschland: mindestens 7 Jahre (steuerliche Aufbewahrungsfrist). In der Schweiz: 5 Jahre.

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